Lebensräume auf dem Schulgelände

Es gibt viele Möglichkeiten, das Schulgelände zu einem Anziehungspunkt für Insekten zu machen. Wir nennen euch hier ein paar Beispiele:

- Mehr heimische Pflanzen! Oft bestehen Hecken, Beete und andere grüne Bereiche aus importierten Pflanzenarten. Mit diesen Pflanzen können unsere Insekten aber nicht viel anfangen. Selbst wenn die Blüten besucht werden, so werden die Blätter kaum einmal angetastet, da unsere Insekten mit den chemischen Abwehrstoffen nicht klarkommen.

Heimische Pflanzen lassen sich auf verschiedene Weise einbringen: Einzelne Stauden und Gehölze lassen sich ohne großen Aufwand pflanzen und auch eine wenige m² kleine „Miniwiese“ lässt sich mit Bordmitteln anlegen. Eine größere Fläche und etwas mehr Planung braucht man dagegen für eine richtige Wiese von einigen Hundert Quadratmetern. Mehr dazu erfahrt ihr unter XXX.

- Weniger mähen! Selbst wenn es nur kleine Bereiche sind – jeder Quadratmeter zählt, auf dem Gräser und Kräuter zur Blüte kommen, die sonst kontinuierlich kurzgehalten werden. Die Insekten finden diese Bereiche sofort. Man muss also nicht gleich die Grasnarbe wegnehmen und neu einsäen, sondern man auch einfach mal abwarten, was ganz von allein passiert.

- Totholz! Eigentlich fällt überall mal Totholz an – wenn Knicks auf den Stock gesetzt werden, wenn bei Sturm Äste abbrechen oder Bäume umkippen oder wenn bei Bauvorhaben lebende Bäume oder Baumwurzeln ausgebaggert werden. Je größer und besonnter, desto mehr Arten stellen sich ein. An Laubhölzern leben mehr Arten als an Nadelhölzern, aber auch hier gibt es einige Spezialisten.

- Sandhügel! Diese werden sehr gern von Wildbienen, (nicht stechenden!) Grab- und Wegwespen und anderen Sandbewohnern angenommen. Der Hang sollte hier möglichst gen Süden oder Südosten ausgerichtet und lange besonnt sein.

Hierzu und zu anderen Möglichkeiten, das Nistplatzangebot für Wildbienen und Verwandte zu verbessern, findet ihr ein gesondertes Dokument im Downloadbereich.